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Fachinformationen

Stichwortverzeichnis

Elektrometrische Längenbestimmung

Moderne Elektrometriegeräte messen mit mehreren Impedanzen über den Dentinwiderstand die physiologische Länge des Wurzelkanals. Das Foramen physiologicum wird hierbei als Endpunkt angenommen. Während mit der Elektrometrie in 85 – 95% aller untersuchten Zähne das Foramen exakt (± 0,5mm) bestimmt werden kann, gelingt dies mit der röntgenologischen Längenbestimmung in nur ca. 60% der Fälle.

Nickel-Titan-Instrumente

Zur rotierenden Aufbereitung verwenden wir vornehmlich Mtwo Instrumente, die im Bedarfsfall mit BioRace oder Lightspeed kombiniert eingesetzt werden. Mit Lightspeed Instrumenten wird der geringste apikale Durchmesser des physiologischen Foramens manuell bestimmt. Handinstrumente aus Edelstahl werden in erster Linie zum Erschließen feinster Kanäle sowie zum Anlegen eines Gleitpfads als Vorbereitung für die rotierende Aufbereitung verwendet. Für Revisionen von altem Wurzelfüllmaterial werden häufig Reciproc Instrumente in Kombination mit Handinstrumenten verwendet.

Vertikale Kompaktion

Die warme vertikale Guttaperchatechnik ermöglicht es uns warme Guttapercha auch in schmale Kanalausläufer sowie Rezessi homogen einfließen zu lassen. Insbesondere apikale Kanalanteile können so mit ihren Ramifikationen weitgehend gefüllt werden. Die Guttapercha wird dazu entweder mit Hitzeträgern im Kanal auf eine fließfähige Temperatur gebracht oder in einer Pistole erwärmt und damit fließfähig direkt in das Kanalssystem gegeben.

Spülprotokoll

Folgendes Spülprotokoll wird derzeit angewendet:

Bei Vitalexstirpation

Während der Aufbereitung 55°C erwärmte NaOCL Lösung in 3%iger Konzentration

Zum Abschluss:

  • Passive Ultraschallaktivierung mit nicht-schneidenden Ansätzen für 30 Sek. je Kanal
  • 55°C erwärmte NaOCL Lsg. in 3 %iger Konzentration
  • Wurzelfüllung, ggf. CaOH Einlage

Bei Revision / nekrotisch-infizierte Pulpa

Während der Aufbereitung 55°C erwärmte NaOCL Lösung in 3 %iger Konzentration

Zum Abschluss:

  • EDTA 17%ig zur Enfernung des smear layers
  • 55°C erwärmte NaOCL Lsg. in 3 %iger Konzentration
  • Passive Ultraschallaktivierung mit nicht-schneidenden Ansätzen für 30 Sek. je Kanal
  • 55°C erwärmte NaOCL Lsg. in 3 %iger Konzentration
  • Wurzelfüllung oder CaOH Einlage